Am 1. Oktober feiert sich die stolze Nation selbst. Grosses Land = grosse Feier und so wird gleich eine Festwoche daraus gemacht. Wir haben somit vom 1. bis und mit 5. Oktober frei... Toll, gell?!
Während dieser Woche ist wirklich ganz China unterwegs. Es gilt öffentliche Plätze und Sehenswürdigkeiten zu umgehen respektive zu vermeiden. Es sei denn man möchte stundenlang in einer Warteschlange stehen. Ich weiss noch nicht was ich mache... Im letzten Jahr war ich in Peking - nationalistischer gehts wohl nicht mehr! Für dieses Jahr habe ich noch kein festes Programm und werde spontan entscheiden.
Ich erinnere mich gerade an vergangene Zeiten, ans Zeiterfassungssystem beim ehem. Arbeitgeber und die Problematik: Bern hat weniger Feiertage als die Nachbarkantone! Genau, ich meine diese Tage an denen die IKEA Lyssach vom den Kantonen VS, FR und SO besetzt wird und man in Bern's Gassen "Möuch, söbönösöbezg, joh, mais oui!, gmies, äs räänet etc." hört ;-)
Hier scheint somit jeder Tag ein Berner-Feiertag zu sein, denn die Ikea ist immer voll und - teilweise versteht man auch Nichts. In der Zeit in der man vor der Kasse wartet, kann man gleich ein Buch lesen und reservieren in Top-Restaurants geht, wenn man um 22.00 Uhr neben WC-Eingang essen möchte ;-) An "legales" Parkieren ist nicht mehr zu denken (gut das ist selbst in Bern normal...), in der Metro ist es so eng, dass man nicht mal mehr hinfallen kann und alles was zwei Füsse hat geht noch rasch einkaufen, als würden die Läden für immer schliessen!! Ich glaub ich bleib zu Hause, esse OVO-Güezi und studiere die Flyer der National- und Ständeratswahlen!!
Ja, ich habe das Wahlcouvert als "Auslandschweizerin" erhalten und mich teilweise glatt unter den Tisch geschähmt!! "Alles was zwei Füsse hat" scheint mir in gewissen Fällen das einzige Kriterium an eine Kandidatur gewesen zu sein... Unglaublich!! Und was da wieder versprochen wird ist auch unglaublich! Naja, nun habe ich immerhin genug Zeit um all die Gesichter zu studieren...
Freitag, 30. September 2011
...in the moon!
Alljährlich findet in China das Mondfest oder Mittherbstfest (中秋節 / Zhōng qiū jié) statt. In diesem Jahr war dies am 12. September oder nach chinesischem Kalenders am 15. Tag des 8. Monats. Es ist eine Art Erntedankfest, Opferfest bei welchem man traditionellerweise einen "Moon Cake" isst.
Eine Woche vor dem Feiertag sind diese Kuchen das Nahrungsmittel Nr. 1 und ganz China spaziert mit schönen Papiertüten voller Moon Cake Boxen herum. Alle Bäckereien, Supermarkets und viele Hotels bieten "ihre" Kuchen in allen möglichen Sorten an. Mit roten Bohnen, Sesam, mit Eigelb in der Mitte oder ohne, mit Lotuspaste, Fleisch, Fisch, mit Nüssen und mehr...
Ich habe gleich zwei Schachteln erhalten!! Man merke es sind 8 Cakes pro Box, denn 8 ist eine ganz besonders gute Zahl - Glückszahl! Doch 16 Stück, das isst ja kein Mensch alleine und darum habe ich ein paar verschenkt. Man munkelt, das ein paar dieser ganz besonderen Herbst-Törtchen aus aktuellem Anlass als "first class special automne dessert" auf einem LX 189 serviert wurden und zwar inklusive Trauben zur Dekoration.... ;-)
Eine Woche vor dem Feiertag sind diese Kuchen das Nahrungsmittel Nr. 1 und ganz China spaziert mit schönen Papiertüten voller Moon Cake Boxen herum. Alle Bäckereien, Supermarkets und viele Hotels bieten "ihre" Kuchen in allen möglichen Sorten an. Mit roten Bohnen, Sesam, mit Eigelb in der Mitte oder ohne, mit Lotuspaste, Fleisch, Fisch, mit Nüssen und mehr...
Ich habe gleich zwei Schachteln erhalten!! Man merke es sind 8 Cakes pro Box, denn 8 ist eine ganz besonders gute Zahl - Glückszahl! Doch 16 Stück, das isst ja kein Mensch alleine und darum habe ich ein paar verschenkt. Man munkelt, das ein paar dieser ganz besonderen Herbst-Törtchen aus aktuellem Anlass als "first class special automne dessert" auf einem LX 189 serviert wurden und zwar inklusive Trauben zur Dekoration.... ;-)
Donnerstag, 29. September 2011
please clean quickly!
Kürzlich war ich in Wuhan und hatte das Glück in einem der Top Hotels logieren zu dürfen - we like! Das Howard Johnson Pearl Plaza liegt am Yangtze, im Zentrum der Stadt. Flashback - bei meinem ersten Chinabesuch im Jahr 2007 wurde ich mit meinen Eltern und meiner Schwester auch in diesem Hotel einquartiert.
In Wuhan scheint die Uhr etwas langsamer zu gehen als in Shanghai. Hier wechselt und veräntert sich das Stadtbild andauernd, riesige Bürotürme werden in Windeseile hochgezogen und alle paar Tage geht ein neues Lokal auf... Hier sah es noch gleich aus wie damals! Der Teppich im Eingang, das falsche Bambuswäldchen in der Lobby und der gläserne Lift... nur die Entenhälse am Frühstücksbuffet waren weg :-) In meinem Zimmer mit Blick auf den Fluss habe ich einen Knopf entdeckt, den ich in Bolligen wohl auch installieren werde!
Der kleine Unterschied wird dann wohl sein, dass in Bolligen kein flinkes Chinesli mein Zimmer putzen kommt... Für den Fall kann ich dann den rechten Knopf drücken, damit ich in Ruhe staubsaugen kann ;-))
Ein Wasserspiel à la Bundesplatz und Sanlitun, Beijing hat es hier auch. Ja, ich gebe zu, dass ich hier auf den Moment gewartet habe, wo das Wasser so spritzt, dass sich dieser Kleine grad hätte das Gesicht waschen können ;-) Er war aber cleverer... Bestimmt ein Schüler der Primary School Nr. 1 in Town!!
In Wuhan scheint die Uhr etwas langsamer zu gehen als in Shanghai. Hier wechselt und veräntert sich das Stadtbild andauernd, riesige Bürotürme werden in Windeseile hochgezogen und alle paar Tage geht ein neues Lokal auf... Hier sah es noch gleich aus wie damals! Der Teppich im Eingang, das falsche Bambuswäldchen in der Lobby und der gläserne Lift... nur die Entenhälse am Frühstücksbuffet waren weg :-) In meinem Zimmer mit Blick auf den Fluss habe ich einen Knopf entdeckt, den ich in Bolligen wohl auch installieren werde!
Der kleine Unterschied wird dann wohl sein, dass in Bolligen kein flinkes Chinesli mein Zimmer putzen kommt... Für den Fall kann ich dann den rechten Knopf drücken, damit ich in Ruhe staubsaugen kann ;-))
Wuhan hat natürlich noch zwei/drei Sachen mehr zu bieten... und die Stadt will mehr bieten!! Zur Zeit gibt es 4'000 Baustellen!! Richtig, die Luftqualität könnte besser sein. Teils sieht man nicht mal von einen zum anderen Stadtviertel, so verhangen ist es. Ein kurzer Regen wirkt dann jeweils wie ein kleines Wunder und lässt einen tiefer atmen. Doch trotzdem wissen die Wuhanner, wie man das Leben geniesst. Genüsslich schlendert man durch die kleine Nebenstrassen, gesäumt von zahlreichen kleinen Läden. Ohne die Seiten wechseln zu müssen kriegt man hier ein neues Velo, einen Wok, Flipflops, tropische Früchte, eine Klimaanlage, frische Brottaschen und/oder Glühbirnen und kann noch zum Coiffeur... In Bern müsste man ja einen abartigen Slalom hinlegen!!!
Mit meinen Freunden ging ich ins Wuhan Tiandi zum Mittagessen, dann lädele und einen Kaffee trinken. Hier wird fast immer gefragt ob man den Kaffee kalt oder heiss will. Man stelle sich kurz die Szene bei Adrianos vor: "Grüessech! Ig hätti gärn ä Bärnerschale, äh chaut!" Genau; ist irgendwie komisch, aber hier völlig normal. Wie so Vieles und darum fägt es auch so hier im wilden Osten!!
Ein Wasserspiel à la Bundesplatz und Sanlitun, Beijing hat es hier auch. Ja, ich gebe zu, dass ich hier auf den Moment gewartet habe, wo das Wasser so spritzt, dass sich dieser Kleine grad hätte das Gesicht waschen können ;-) Er war aber cleverer... Bestimmt ein Schüler der Primary School Nr. 1 in Town!!
Dienstag, 6. September 2011
Goodbye Einstein in Hong Kong
Vom 18.April - 31. August 2011 wurde die Einstein Ausstellung im Hong Kong Science Museum, Kowloon ausgestellt. Im vergangenen Jahr hatte die China-Tour in Beijing begonnen und war vor Hong Kong in Guangzhou zu sehen. Die positiven Besucherzahlen lassen an die Erfolge in Bern anknüpfen! Einstein hat hier einen enormen Bekanntheitsgrad und geniesst somit "Promi-Status". Zahlreiche Familien, Studenten, Einstein-Fans und sogar ein paar SWISS Crew Members besuchten die Ausstellung. Merci :-)Vergangene Woche trafen wir uns zum final debriefing. Die Freude über den gelungenen Event mischte sich mit etwas Wehmut. Die Einstein-Zeit in Hong Kong ist "würkläch u offizieu" fertig. Schade! Doch nach Einstein ist vor Einstein, und wenn es gut geht kann ich meine Namenskärtchen behalten... Es wird spannend und vor allem streng! Aber das ist ja egal wenns fägt, gäu!! So werde ich wohl der nächsten Zeit etwas weniger nach HKG jetten...dafür anderswo hin.
Vor dem Abflug hatte ich noch Zeit und so machte ich mich auf die Suche nach einem ausgeflippten Modell der gelben, legendären Badeente für Herrn Jauch. Doch das scheint ein längeres Projekt zu werden! Dieses Tierchen ist hier nicht so "in", auch wenn es sicherlich "made in china" ist! Item, ich hab dann was entdeckt und das schwimmt auch... Die USS Boxer machte eine Pause am Terminal in HKG. Der "aircraft carrier" war von Afrika, via Thailand auf dem Weg nach San Diego. Wieso ich das so genau weiss? Ja das ist eine andere Geschichte... mein iPad2 ist Schuld ;-)
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