Mittwoch, 26. September 2012

sushi & more

Kurz nach meinen letzten Eintrag flog ich ins Land der Ninjia! Ich hatte Japan schon lange auf meiner Wunschliste. 8 Tage sollten es sein, davon 5 in Matsumoto und 3 in Tokyo. Jedem, dem ich von meiner bevorstehenden Reise erzählte, meinte: Oh, so schön, so interessant, so feines Essen, so sauber, so....! 






Zusammen mit meinen Eltern, die bereits vor Ort waren, reiste ich von Tokyo nach Matsumoto. Ein Dorf mitten in den Hügeln von Nagano (genau, man erinnert sich hierbei an die olympische Goldmedaille von Gian Simmen in der Half-Pipe - nice! Super Fäbu Platz 4...). Nun ja Schnee hatte es keinen mehr...35°C! Meine Eltern kannten die Region bestens und so war ich mal wieder "Tourist"! Matsumoto war unser "Hub" und von dort aus machten wir verschiedenste Ausflüge. 

In Kyoto besuchten wir den Wassertempel, in Nagoya machten wir einen kurzen Halt und trafen einen alten Family-Friend, Hiroshi Omura, in den Kamikotchi Bergen schnupperte ich wieder mal frische Luft und hielt die Füsse in den klirrend kalten Bergbach, in Narai bestaunten wir die beschaulichen "japanese Chalet's" und in Kiso-Hirasawa liessen wir uns von traditioneller Lack-Geschirr-Kunst verzaubern... Ach ja und meinen Geburtstag feierte ich mit köstlichem Himbeerkuchen, den hätte Tschirren nicht besser backen können! 

Das Essen war wirklich so ausgezeichnet wir mir all meine Freunde versprochen haben! Sei es in einem kleinen Trendlokal, in einer Sushibar oder in einem wunderschön traditionellen Restaurant - FOOD HEAVEN!!! Hier wird sogar kalter Tofu zum Erlebnis!! Im Gegensatz zu China wird hier aber nicht an allen Ecken gegessen, schon gar nicht während eines Spazierganges - Ausnahme: Ice Cream Waffuru!! Essen und dessen Genuss wird hier wirklich zelebriert. Alles muss stimmen, von der Tasse über die Schale zum Stäbchen bis hin zum Blumengesteck... Perfektion!!

 
 
 
 

Beladen mit vielen Eindrücken und spannenden, interessanten Erlebnissen ging es weiter nach Tokyo. Mit dem Shinkansen ASAMA 522 brausten wir durch die grünen Hügel und näherten uns dem Stadtzentrum von Tokyo, welches ich mir irgendwie grösser und mit mehr Hochhäusern vorgestellt habe... In der Tokyo-Station stiegen wir auf die Metro um. Welch ein Chaos! Doch ein/zwei Fahrten und es geht. Ich entdeckte die vielbesagten Viertel wie Shinjuku, Shibuya, Ginza, Takashimaya... Bei dieser Gelegenheit traff ich Thierry, einen alten Bekannten aus Ittigen / BE, der schon 3 Jahre dort wohnt. Während meine Eltern unterwegs waren, machte ich eine kleine City-Tour, trotz der gefühlten 45°C!! 

Ich schlich durch scheinbar auto- und menschenfreien Strassen, fühlte mich fast etwas einsam und spazierte in Richtung Imperial Garden. Da gab es also tatsächlich ein paar wilde Sportler, die bei dieser Hitze rannten... Respect! So schlenderte ich mit meinem Fächer und einer Wasserflasche durch schöne Parkanlagen, kühlende Shopping Malls und dichtgedrängte Fussgängerzonen. Es war eine Reise von einem Extrem ins Andere, faszinierend und eindrücklich.  


 

Ich kann die Reise nur schwierig in Worte fassen, es war so intensiv, so viel, so toll und leider etwas kurz... Am besten geht man einfach hin und sieht es sich an, dieses faszinierende Land, die besonderen Leute, das wunderbare Essen...

Domo arigatō gozaimashita!!

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